Montag, September 11, 2006

Nagel im Kopf



Wir wollten heute ja eigentlich nur knapp 30 km gehen, da uns die Hoehenmeter ein bisschen Respekt einfloessten. Sind also um 6 Uhr aufgestanden und im Dunkeln losgegangen um ja nicht in die Mittagshitze zu kommen, und siehe da: es waren den ganzen Tag nicht mehr als geschaetzte 22 C . Wir nutzten also die Gunst der Stunde und haben die ersten 29 km bis zum O Ceibreiro auf 1330m von Villafranca (515m) knapp in 5.30 Std bewaeltigt. Oben angekommen trafen wir Michaela und Gregor wieder, die wir schonTags zuvor aus den Augen verloren hatten und entschlossen uns kurzfristig, noch ein paar Meter gemeinsam zu gehen. Und wir es so ist auf diesem Weg, waren alle annehmbaren Unterkuenfte "occupado", also bewegt. Am Ende des tages hatten wir also ca. 43km auf dem "Tacho" und ein Zimmer, das wir, wie wir am naechstenTag im Hellen feststellen sollten, auch mit einigen anderen seltenen Kriechtierarten teilten.

Es ist wohl selten auf dem Camino so voll gewesen im September wir in diesem Jahr, das ist auf jeden Fall die Meinung der meisten Einheimischen. Es sind Unmengen von Deutschen und Italienern unterwegs, ob wegen des Camino-Booms oder weil alle der vermeintlichen Hauptsaison ausweichen wollten, ich weiss es nicht.
Mit Ruhe oder Kontemplation auf dem Weg ist auf jeden Fall "Essig", beundern muss man die Leistung der Aelteren und nicht ganz so "Fitten" auf diesem Weg auf jeden Fall. Gestern sahen wir auf dem teils sehr steilen Anstieg mit 20 % Steigungsprozenten etliche Menschen, die sich mit letzter Kraft diesen Berg hochquaelten, aber keiner gibt auf. Wenn man dann noch bedenkt, das man in den Herbergen keine Rueckzugsmoeglichkeiten, dafuer Laerm und mangelnde Hygiene hat, ist das eine beachtliche Leistung.

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